Bye, bye PayPal

Das der Bezahlservice PayPal ganz gerne mal Konten einfriert, oder gar schließt, dürfte der eine, oder andere schon selber erlebt haben.

Auch ich war davon betroffen, so dass ich mich dann damals entschied, diesen Service nicht mehr zu nutzen.

Nun hat es aber jemanden getroffen, der seinem Ärger darüber in seinem Blog so viel Luft machte, dass sogar der Vorstand von PayPal nun darüber nachdenkt, seine Firmenpolitik mal endlich zu überdenken.

So Titelte Elliot Jay Stocks, Designer und Gründer des Magazin 8Faces in seinem Blog „Und Tschüss, PayPal“. In dem Artikel beschrieb E.J. den Ärgern, den PayPal ihm brachte.

Unter anderem schrieb er auch;

PayPal have all the power of a bank and yet none of the responsibility.

Zu Deutsch; PayPal aggiert mit der Macht einer Bank, übernimmt allerdings keine Verantwortung.

Und weiter;

If PayPal want to hold your money, they can, and they will. A freeze on your account means you absolutely cannot get at your own money, and even if you eventually do, it will only be after a hefty delay and in staggered percentages. Can a bank do this to you? No, they can’t. So why should PayPal?

Die Frage ist durchaus berechtigt, wenn man bedenkt, dass sehr viele Leute PayPal nutzen und wenn PayPal jedes mal die Zahlungen einfriert können da sogar Existenzen von abhängen.

Zu Anfang seines Artikels bemängelte er natürlich auch die Politik des Kundensupport;

Fortunately for me but unfortunately for PayPal, I’d already been planning my exit strategy and today, after over two years of being treated like dirt by a company whose entire revenue stream depends upon business from people like me, I’m happy to be taking that business elsewhere.

Kann ich nachvollziehen. Nachdem mein Konto gesperrt wurde sollte ich, um es wieder zu entsperren, ein Sicherheitspasswort eingeben, welches ich beim Anlegen des Konto bestimmt hatte. Das Passwort wurde allerdings nicht akzeptiert, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass es korrekt war. So habe ich dann den Kundenservice angemailt, das Problem geschildert und bat um Zurücksetzung des Passworts, damit ich dann ein neues bestimmen kann. Ich fand es dann irgendwo merkwürdig, dass ich eine Standardantwort erhielt in der ein Link stand, der mich zu einer Seite führte, auf der ich zwar mein Recovery Passwort eingeben konnte, allerdings um den Vorgang abzuschließen, das alte Passwort eingeben musste. Irgendwie sehr logisch, da dort das Passwort ebensowenig akzeptiert wurde.

From my experience and that of others who’ve suffered the same, it’s clear that PayPal are interested in buyers, not sellers.

Wenn man meinen Ausführungen oberhalb folgt, trifft es nicht nur die Händler, sondern auch Normalnutzer des Dienstes.

Bei gegebener Zeit, wenn ich es mal wieder brauche werde ich mich ebenfalls nach einer Alternative umschauen, bzw. auf Rechnung bestellen.

PayPal mag zwar das Bezahlen per Internet erleichtern, ist aber nicht der Grahl der Bezahlservices und dessen sollte sich das Unternehmen bewusst sein.

Erstellt am: 10. September 2012